«Flims – ein perfekter Ort für meine Familie.»
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«Flims – ein perfekter Ort für meine Familie.»

Der Basler Architekt Bastian Jauslin und die in Ilanz aufgewachsene Eveline lernten sich beim Snowboarden auf den Skipisten von Flims-Laax kennen. Man könnte also meinen, dass die Liebe zur Bergwelt und zueinander ausschlaggebend war, Flims als Lebensmittelpunkt für ihre gemeinsame Familie zu wählen. Es waren aber andere Gründe.

Die kleine Gemeinde ist ideal für Kinder. Die Schulklassen sind nicht zu gross. Flims ist weder urban noch abgeschieden und bietet damit die ideale Infrastruktur für alle Bedürfnisse. Umgeben von Natur pur. Der Inbegriff perfekter Lebensqualität.

Vor drei Jahren konnten sie ein unbebautes Grundstück erwerben. Da Bastians berufliche Bauprojekte viel Zeit in Anspruch nahmen, dauerte die Planung des Eigenheims trotz pragmatischer Vorgehensweise zwei Jahre, gefolgt von einem Jahr Bauzeit. Entstanden ist – da sind sich beide einig – genau das Haus, das sie sich vorgestellt haben. Auf die Frage, ob sie heute etwas anders machen würden, antwortet Bastian tiefenentspannt: «Nein, und wenn, dann nur Details». 

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Architektur im Einklang mit der Natur

Die Liebe zur Bergwelt spiegelt sich in Bastians Architekturstil wider. Er wählt – wenn immer er die Bauherrschaft überzeugen kann (schmunzelt) – möglichst pure, rohe Naturmaterialien, die würdevoll altern. Valser­ Stein, Fichte, Kupfer – roh verarbeitet und viel Grün drumherum. Mit diesem Materialisierungskon­zept und seinen exzellenten Referenzen erhielt er sofort die Zustimmung für das Baugesuch.

Nachhaltigkeit – Nicht nur ein Trend

Bei Neubau­ten ist Nachhaltigkeit Voraussetzung. Die Aussenwände wur­den teils mit einem zweischaligen Natursteinmauerwerk, teils mit einer rohen Fichtenschalung konstruiert. Die Dachhaut ist eine Photovoltaikanlage. Für Bastian gilt: «Wenn PV, dann komplett und integriert.» Der solar erzeugte Strom mit einem Peak von unglaublichen 27 Kilowatt deckt ihren gesamten Energiebedarf inklusive Heizung und hypothetisch zwei Elektro­autos. Ein Plusenergiehaus, gerüstet für die Zukunft. Mit einem entsprechenden Speicher wäre das Haus autark und bräuchte keinen Anschluss an das öffentliche Stromnetz.

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Begeisterung fürs Handwerk

Seine Begeisterungfür Naturmaterialien und gekonntes Handwerk haben Bastian zu Naturofloor und Faserit geführt. Er erinnert sich an seine
erste Erfahrung mit Naturofloor. Der damalige Bauleiter hatte ihm davon abgeraten und klassische Plättli empfohlen. Die Bauherrin war dazu bereit, das Risiko des Unbekannten einzugehen. Das Resultat überzeugte alle positiv. Seither verwendet er für fugenlose Oberflächen ausschliesslich Naturofloor. Die natürlichen Bestandteile, welche von geschulter Hand verarbeitet und aufgetragen werden, sind einer industriell hergestellten, kostengünstigeren Alternative deutlich überlegen. Die Wirkung ist viel lebendiger. Für die Nassräume in ihrem Haus in Flims wählte er einen sandigen Farbton, der in Kombination mit dem rohen Waschbecken aus Kalkstein eine stimmige Harmonie ergibt. Was im Interview nicht besprochen wurde, aber unbedingt erwähnt sein muss, ist die einzigartige Bade-Oase «all black». Schwarze Wände, schwarz gebeizte Fichtenlatten an der Decke, schwarze Badewanne, schwarzes Waschbecken, schwarze Toilette – selbst das WCPapier ist schwarz. Auch wenn man es nicht wüsste, man würde vermuten, dass hier ein Architekt am Werk war. Naturofloor kennt keine Limiten. Einzig Rundungen sind Grenzen gesetzt. Beim Spülbecken in der Waschküche beispielsweise, hat Bastian rohes Abfallholz als Unterkonstruktion für Naturofloor verwendet. Auch das funktionierte problemlos. In ihrem Haus in Flims sind die Wände mit weissem Faserit verputzt. Er war einer der ersten Anwender und ist damit ein Faserit-Pionier. Was ihn an Faserit überzeugt: «Es ist unglaublich hart, obwohl es nur aus Wasser, Papier und Leim besteht.» Weitere Pluspunkte des Materials sind nebst der einfachen Reinigung, die sich auf feuchtes Abwischen beschränkt, auch die unkomplizierte Ausbesserung allfälliger Beschädigungen, wie zum Beispiel die Korrektur von Nagellöchern. Darüber hinaus trägt Faserit zu einem optimalen Raumklima bei, da es keine Lösungsmittel enthält, und überzeugt durch seine optische Lebendigkeit, die durch gekonnte Handarbeit entsteht.

Licht schafft Stimmung

Die Atmosphäre eines Rau­mes wird massgeblich vom Licht beeinflusst. Indirektes Licht schafft durch den Verzicht auf Strahler eine behagliche Wohnatmosphäre. Dimmbare Lichtschalter ermöglichen das Spiel mit der Lichtstimmung. Klassische On­Off­Lichtschalter wären nichts für die Familie Jauslin und würden auch im Widerspruch zur sorgfältig gewählten Natürlichkeit stehen. Naturofloor reflektiert die verschiedenen Lichteinflüsse und Farbnuancen, was sich in einer unvergleichlichen Lebendig­ keit der Oberfläche ausdrückt. Die Wahl des optimalen, stim­migen Farbtons, insbesondere in Kombination mit Naturstein, erwies sich zunächst als nicht ganz einfach, ist schliesslich aber auch in den Nassräumen des Hauses perfekt gelungen.

Prägnanz, ohne zu dominieren

Die einzigartige Präg­nanz des Hauses ergibt sich aus der optimalen Integration des Hauses in die Umgebung, der bewussten Brechung der Wucht, welche ein dreigeschossiger, weisser Kubus zur Folge gehabt hätte, sowie dem Einbringen einer Art Chaletcharakter. Um den Wohnbedürfnissen aller Familienmitglieder gerecht zu werden, entschied sich die Familie Jauslin für ein Spiel mit verschiedenen Ebenen. Die Ausrichtung des Grundstücks und seine Nutzung bestimmten die Form und die Aufteilung des Hauses. Der Garten sollte gegen Süden hin ausgerichtet und direkt vom Wohnzimmer aus begehbar sein.

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